LIFEstudioFFB aktuell

Die Corona-Politik greift hart in demokratische Freiheitsrechte ein. Befremdliche Kommunikationsweisen reißen Freundschaften und sogar Familien auseinander. Von Politik und Medien wird all dies in Kauf genommen.
Wir antworten darauf mit Gesprächsbereitschaft und dem Austausch von Argumenten.
Brücken bauen, um das WIR zu stärken, ist unser Motto.


Freitag, 6.8., um 18.30 Uhr
Klimakatastrophen – was nun? Nachhaltige Klimapolitik in Fürstenfeldbruck

Aktuell erfahren wir von sintflutartigen Regenfällen mit Todesfolge hierzulande, in Japan, in Pakistan und im Osten der USA, von Waldbränden in Nordamerika, Sibirien, Türkei, Griechenland und Brasilien, einer Hungerkatastrophe im südlichen Madagaskar, Hunderten kanadischen und US-amerikanischen Hitzetoten. Wir sind mitten in einer Klimakrise, die um unsere Region keinen Bogen machen wird. Wie regieren der Landkreis und die kommunalen Gremien? Was tun die Kirchen? Wie ist die Stimmung in der Jugend? Welche Auswirkungen hat das Verfassungsgerichtsurteil auf die Politik? Weshalb agiert die Bundesregierung nur halbherzig? Darüber diskutierten Alexa Zierl, Stadträtin in FFB, Referentin für Umwelt, Klimaschutz und Energie, und Tobias Ketzel, Vorstandsmitglied im Kreisjugendring FFB, im Verband der Evangelischen Jugend Bayern und Student der Politikwissenschaften. Es moderierte Gerald Morgner, Berater und Referent für Gemeinwohlökonomie.
Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung erreicht ist (Earth Overshoot Day). Während der Erdüberlastungstag in den Siebzigerjahren wegen des geringeren Ressourcenverbrauchs noch in den Dezember fiel, liegt er in diesem Jahr bereits auf Ende Juli. Um ihren Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung rechnerisch 1,75 Planeten. Würden alle Länder so wirtschaften wie Deutschland, wären sogar drei Erden nötig, bei einer Lebensweise wie in China bräuchte die Weltbevölkerung 2,2 Erden, würden alle Menschen so wirtschaften wie in den USA bräuchten sie fünf Erden. Wir Menschen sind gleichzeitig Opfer und die Täter nie dagewesener Hitzewellen, Dürren, Hochwasser, Extremwetterkapriolen und der Übersäuerung der Ozeane. Hauptverantwortlich bleiben Industrie, Landwirtschaft und Handel. Seit Anfang der 1950er-Jahre wurden weltweit neun Milliarden Tonnen Kunststoff hergestellt; über 75 Prozent sind heute Müll.
Empfehlungen: Germeringer Engagement: https://buendniszukunftgermering.de und Demos der „Omas for Future“. (Weshalb gibt es keine in Fürstenfeldbruck?) – „Die Wirklichkeit“ stellt sich den kritischen Fragen der Fernsehjournalisten und zeigt auf, wie es mit der Menschheit weitergeht, sollte sich an der grundlegenden Lebenseinstellung vieler nichts ändern. 4-Min.-Video aus DIE ANSTALT vom 23.07.2021: https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-clip-6-194.html. – „Während in Deutschland die Felder von Wasser überschwemmt und Ernten untauglich gemacht werden, grassiert in anderen Ländern Dürre und Hunger. Gleichzeitig geht durch die Verschwendung von Lebensmitteln tonnenweise Nahrung verloren“. Ein Bericht: https://www.heise.de/tp/features/Flut-und-Duerre-und-Nahrungssicherheit-6147288.html?seite=all – Geht es Industrie und Handel um die Versorgung des Volks mit Lebensmitteln, wozu auch deren Klimaverträglichkeit gehört? Hat der Staat die Aufgabe, die Bevölkerung vor dem Klimawandel zu schützen?
Bedenkenswertes: https://www.heise.de/tp/features/CO2-Fussabdruck-Wie-ein-PR-Trick-von-den-Machern-des-Klimawandels-ablenkt-6152267.html?seite=all
Weiterführende Webseiten:
https://www.handabdruck.eu; https://die-klimadebatte.de; https://rebellion.global/de; https://fridaysforfuture.de; https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/bienen-und-bauern-retten.html; https://350.org/de; https://www.bund.net/ueber-uns/nachhaltigkeit; https://www.germanwatch.org/de; http://www.klimaretter.info; https://parentsforfuture.de/de/muenchen; https://keimform.de; https://commons.blog/was-sind-commons


Sonntag, 8.8., um 17 Uhr
Bettina Kenter-Götte „Heart’s fear“: „Schöne Ferien! und ein Happy End, das Fragen aufwirft“

Folge 16 – die letzte vor den Sommerferien: Bettina Kenter-Götte liest aus den Kapiteln ihres Buchs „Heart’s Fear – Geschichten von Armut und Ausgrenzung“! Das kleine Kultbuch digital. Für alle Betroffenen und für alle, die ihnen beistehen. Zum Schluss beleuchtet sie unter dem Motto „Arm&Reich vor Acht“ – ein Gegenstück zur Info-Rubrik „Börse vor Acht“ vor den TV-Nachrichten – die aktuelle Hartz IV-Politik, die Armuts- und Hungersituation in der Welt.
Seit dem Frühjahr 2020 sind Singlemamas, Soloselbstständige, Kulturprofis und viele andere (oft erfolgreiche) Menschen auf ALG II/Hartz-IV/Grundsicherung/Sozialpaket und Armentafel angewiesen. Vor dieser Entwicklung gerade in der Kulturbranche warnt die Autorin Bettina Kenter-Götte schon seit vielen Jahren. Trotz großer Erfolge war die 70jährige in ihrer 50jährigen Karriere als Bühnen-, TV- und Synchronschauspielerin schon selbst von Armut betroffen: einmal als alleinerziehende Mutter eines kleinen Kindes, einmal als Künstlerin während einer Branchenflaute und einmal während einer langwierigen Erkrankung. Ihr Fazit lautet: „Als Schauspielerin honoriert, als junge Singlemama diskriminiert und von Behörden drangsaliert, als Autorin prämiert, vom Jobcenter sanktioniert.“ Seit 2011 setzt die vielseitige Künstlerin sich für die Enttabuisierung der Armut ein. Ihr Bühnenstück „Hartz-Grusical“ wurde 2011 mit dem „Stuttgarter Autorenpreis“ ausgezeichnet. Bei der Leipziger Buchmesse 2018 präsentierte sie ihr Buch, erschienen im Verlag Neuer Weg. Ihr Insiderbericht stieß sofort auf anhaltendes Interesse bei Printmedien, Rundfunk, Fernsehen, bei Wissenschaft und Publikum. Nach einer zweijährigen Lesereise mit über 50 Veranstaltungen in ganz Deutschland und in Österreich und einem Auftritt im Bundestag in Berlin kam die „Coronakrise“; alle Live-Veranstaltungen mussten auf den Tag X verschoben werden. Doch das Buch ist aktueller denn je, deshalb erscheint im Herbst eine Neuauflage mit aktuellen Ergänzungen.
„Menschlichkeitssong“, © für Text und Komposition: Bettina Kenter-Götte; für die Realisation des Songs: Kurt Winterstein, Linz.


„Der Soldat und das Kind“ – Ein Buchprojekt von Jürgen Schulz

Sendereihe „Lesen – Zuhören – Sprechen – Denken“

Jürgen Schulz liest aus dem Buch den Beitrag von Nahoum Oltchik. Gudrun Weichenhan-Mer, Krankenschwester und Mitglied in der jüdisch-palästinensischen Dialoggruppe München, und Inge Ammon, Friedensnetzwerkerin, sprechen über die Folgen des seit Jahrzehnten andauernden israelisch-palästinensischen Konflikts. Und über die Aktualität der Erinnerungen des israelischen Soldaten Oltchik, dessen zum Teil tödliche militärischen Einsätze gegen wehrlose und unschuldige Palästinenser ihn zum Umdenken veranlassten. Er schloss sich einer Friedensinitiative an, deren Arbeit der Aufklärung und Versöhnung beider Seiten dient. Seine Einsicht lautet: „Ich denke, dass wir gemeinsam Verantwortung für die wachsende Gewalt in uns selbst und um uns herum übernehmen sollten.“
Jürgen Schulz ist Brucker Bürger mit Bezug zum AK Mahnmal und Herausgeber des geplanten Buchs mit dem Arbeitstitel „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“. Das Buchprojekt widmet sich dem seit Jahrzehnten andauernden israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein Autorenkollektiv jüngerer und älterer Menschen aus Deutschland, Italien, Israel und Palästina reflektiert in seinen Beiträgen persönliche und authentische Erfahrungen. Sie resultieren aus den Erlebnissen von Arbeitsaufenthalten in Israel, Solidaritätsaktionen im Konflikt mit militärischer Gewalt und friedlichem Protest in Palästina. Die allgegenwärtige, bedrängte Lebenswirklichkeit der palästinensischen Bevölkerung, andauernde Verletzung der Menschenrechte, erinnern an historische, verdrängte Wahrheiten, werden dokumentiert, Wege zur Versöhnung aufgezeigt. Die Texte vermitteln die Ohnmacht derjenigen, die im Westjordanland und im Gazastreifen leiden, sie erklären die Solidaritätsmotive der Aktivisten, die sich für die Beendigung der Kolonialstruktur einsetzen, um ein friedliches Zusammenleben beider Völker zu bewirken. Das Buch ist eine Einladung an Leserinnen und Leser, sich unabhängig von ihrem medialen Umfeld eigene Erfahrungen in Israel und Palästina anzueignen, die prägen, politisieren, Reflexionen auslösen. Dieses Buch klärt auf, es ist aktuell bis beide Völker miteinander in Frieden leben. – Musik: © Günter Wagenpfeil: „Remember Pink Floyd“ und „Neuer Frühling“. – Webseite „Combatants for Peace“: https://cfpeace.org


Alle Livestreams und Videoübertragungen werden aufgezeichnet und stehen im Archiv zur Ansicht bereit: www.youtube.com/ffbaktivstudio


Sendereihe „Lesen – Hören – Sprechen – Denken“
Lesereihe, in der Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der Region ihre Werke vorstellen. Zusätzlich soll es Lesungen aus veröffentlichten Werken zeitlich und örtlich unabhängiger Autoren geben. Ab Sonntag, 17. Januar wird die Autorin im LIFEstudioFFB alle vierzehn Tage aus ihrem Buch lesen und von ihren Erfahrungen erzählen – u. a. von der Lesereise, die sie bis nach Berlin in den Bundestag führte. Zusätzlich gibt sie Informationen auf die Situation der in Armut, Hartz IV und prekären Verhältnissen lebenden Mitmenschen.


Sendereihe „Zwiegespräch“
Gespräche im Rahmen von „FFB im Wandel“
Im Gespräch nehmen wir uns Zeit für die Hintergründe und Mechanismen von gesellschaftspolitischen Plänen, Forderungen und Entscheidungen. lokal und global.


Sendereihe„DemokraTisch in Bruck“Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert“ –
– Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun – „Young and Old for Future“
Moderator der Sendereihe und Mitdiskutant ist Gerald Morgner, IT-Unternehmer, Unternehmensberater sowie GWÖ-Referent und -Berater. Als Gesprächsteilnehmer laden wir fachlich versierte MitbürgerInnen und StadträtInnen ein.



Mehr Infos auf den Seite der einzelnen Sendereihen.
und auf https;//ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel
sowie https://ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.

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Sendungen freitags oder samstags, zwischen 18 und 20 Uhr. Ausnahmen an anderen Tagen und Uhrzeiten sind möglich. Die Lesereihe findet stets sonntags statt.