Das Programm

Freitag, 20.9., 19 Uhr
Rubrik „Wissen pflanzen“

Vorstellung der Bürgerbeteiligungs-Software CONSUL

Es gibt Städte, die von ihren Bürger*innen regiert werden. Städte, in denen Menschen gemeinsam mit ihren Regierungen debattieren und die besten Lösungen für die Gesellschaft vorschlagen, mit denen sie fortfahren möchten. Dies ist mit „Consul“ möglich – einem internationalen Großprojekt, das von den für Bürgerbeteiligung zuständigen Institutionen konzipiert wurde. Mit der Software „Consul“ haben Bürger*innen und Behörden eine sichere und zuverlässige Internet-Plattform, die kostenfrei alle Arten von partizipativen Prozessen unterstützt: Bürgervorschläge, Debatten, Bürgerhaushalte, Interviews, Umfragen, Abstimmungen etc. Es schafft ein Umfeld, in/an dem alle Bürger teilnehmen können. Zum Beispiel „Bürgervorschläge“: Alle Einwohner können Vorschläge zur Verbesserung der eigenen Stadt einreichen. Andere können diese Vorschläge unterstützen. Sobald ein bestimmtes Quorum erreicht ist, kann der Vorschlag zur Abstimmung gestellt werden. Zum Beispiel „Bürgerhaushalt“: Die Bürger*innen schlagen vor und entscheiden, wie ein Teil des Verwaltungsbudgets ausgegeben wird. Jede Person kann einen Vorschlag machen und für die Initiativen anderer stimmen. Die Vorschläge, die die meisten Stimmen erhalten, werden umgesetzt.
CONSUL ist eine kostenlose Open-Source-Software. Mit Consul haben Bürger*innen und Behörden eine sichere und zuverlässige Internet-Plattform, in und an der alle Bürger teilnehmen können, die kostenfrei alle Arten von partizipativen Prozessen unterstützt: Bürgervorschläge, Debatten, Bürgerhaushalte, Interviews, Umfragen, Abstimmungen etc. Die Beteiligungsplattform wurde in Zusammenarbeit von Bürgern, Regierungen, Forschungsinstituten und freien Programmierern entwickelt. Schon heute wird CONSUL weltweit in über 100 Institutionen in 35 Ländern genutzt, darunter Metropolen wie Paris, Madrid, New York und Buenos Aires. 90 Millionen Bürgerinnen und Bürger können sich heute mit CONSUL beteiligen und abstimmen. Zudem bekam das CONSUL-Projekt für seine Innovationen in den Bereichen Open Government und Partizipation 2018 den Public Service Award der Vereinten Nationen verliehen. In Deutschland hat CONSUL bisher noch nicht Fuß gefasst. Das soll sich nun ändern. Kommunen sind der Quell der Demokratie. Es wird höchste Zeit, die Digitalisierung nicht nur als Geschäftsmodell zu sehen, sondern sie in den Dienst der Gesellschaft zu stellen.
Die Open-Source-Software präsentiert Simon Strohmenger (Sprecher im Landesvorstand von „Mehr Demo­kratie e.V. Bayern“, Beratung von Bürgerbegehren, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit).
Am Gespräch beteiligen sich Karl Busl (Mehr Demokratie e.V.) und Andreas Rothenberger (Stadtrat FFB, Referent für Bürgerbeteiligung).

Der nächste „DemokraTisch in Bruck“ wird im LIFEstudioFFB übertragen
Er findet am Donnerstag, 10. Oktober, um 19 Uhr statt und widmet sich dem Thema:

Fürstenfeldbruck: Von der Militärstadt zur Friedensstadt? Demokratische Gedenkkultur aktiv untermauern.

Impuls: Deutsche Städte setzen sich für die Europäische Charta für den Schutz der Menschenrechte, die Städtekoalition gegen Rassismus, die Bewegung der Fearless Cities, den ICAN-Appell für das Atomwaffenverbot und das Bündnis Mayors for Peace ein.
Fragen: Mit welchen positiven Signalen und Initiativen kann die in beide Weltkriege verstrickte Stadt mit der Hinterlassenschaft des Fliegerhorstes, der Polizeischule und der Nazistraßennamen seine militaristischen Traditionen überwinden?
Womit und wie können wir Menschen in Bruck selbst aktiv werden und eine demokratische und friedensorientierte Stadtpolitik unterstützen?
Thesen: Eine gerechte Stadt ist ein solidarischer Ort, an dem kein Mensch diskriminiert wird. Sie fördert deren Erziehung und Bildung auf der Grundlage von Demokratie und Toleranz und der Möglichkeit der umfassenden Teilhabe am Leben der Stadt.
Es gilt der Opfer der Gewaltherrschaft zu gedenken und Wege in eine Stadtpolitik zu bahnen, die friedenspädagogisch beispielgebend ist und der Demokratie und Menschenwürde ein Hauptanliegen sind.
Eingeladen sind
FFB-Oberbürgermeister Erich Raff, Rolf Bader, Landsberg (Regionalgruppe „Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung/IPPNW“), Dr. Sven Deppisch, Klaus Zieglmeier und Brucker Stadträte.

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Alle Sendungen finden sich nach der Live-Übertragung im Archiv auf
www.youtube.com/user/ffbaktivstudio
Infos, Programm und Termine: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel
Kontakt: aktiv((at))ffbaktiv.de