Das Programm

Freitag, 20.12., 19 Uhr – Rubrik „Wort und Tat“
Tag der menschlichen Solidarität
Der 20. Dezember wurde im Jahr 2005 von der Generalversammlung der UN als Welttag der Solidarität erklärt, die laut der Vereinten Nationen zu den fundamentalsten und wichtigsten Werten der menschlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert zählt.
Lesung einer un-weihnachtlichen Geschichte von Rudolf Leonhard: „Das jüdische Kind“ und drei satirische Lieder zum Jahreswechsel des Liedermachers Krysztof Daletski über die aktuelle Politik: „Circulus terroris“, „Wenn der Russe provoziert“, „Das Zwei-Prozent-Ziel“.
Rudolf Leonhard: Wie viele seiner Landsleute wurde der Schriftsteller im Herbst1939 interniert und verbrachte vier Jahre in verschiedenen Internierungslagern und im Gefängnis. Als einer der wenigen Deutschen gehörte er nach seiner Flucht aus dem Gefängnis der südfranzösischen Résistance an. – Infos: www.deutsche-biographie.de/sfz50385.html
Krysztof Daletski: Liedermacher und Sänger, gern zusammen mit seiner Tochter. – Infos: www.songs.dalitio.de und www.timezone-records.com/produkt-details/products/krysztof-daletski-ein-durakkord-schiene-mir-uebermut/backPID/shop.
Die Lieder – „Circulus terroris“. Einer der Teufelskreise, die in der modernen Politik inszeniert werden, besteht darin, Terror mit Terror zu bekämpfen. Es ist eine eigentümliche Logik, die die üblen Folgen eigenen Handelns als Begründung für die Notwendigkeit dieses Handelns anführt. „Wenn der Russe provoziert“: Der Russe – ein ständiges Ärgernis. Die Älteren von uns können sicher mühelos an die gewachsene Russen-Angst ihrer Jugend anknüpfen, die im Kalten Krieg gang und gäbe war, wenn unsere Qualitätsmedien jetzt wieder hart mit den Provokationen Putins abrechnen. „Ein Sicherheitsexperte wirbt für das Zwei-Prozent-Ziel“: Sie wissen nicht, warum Deutschland aufrüsten soll? Dann hören Sie sich mal den Sicherheitsexperten an. Der erklärt’s Ihnen!
Internationaler Tag der menschlichen Solidarität: Der 20. Dezember wurde im Jahr 2005 von der Generalversammlung der UN als Welttag der Solidarität erklärt. Diese zählt laut erklärter Auffassung der Vereinten Nationen zu den fundamentalsten und wichtigsten Werten der menschlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Dieser Internationale Tag der menschlichen Solidarität soll an die Wichtigkeit erinnern, bei weltweiten Problemen gemeinsam zu agieren. Nur so können diese Herausforderungen gemeistert und Ziele erreicht werden. Die Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Entwicklungsländern, um die Armut zu bekämpfen gehört, vordringlich dazu. Idealerweise sollten alle Nationen dies gemeinsam anstreben und unterstützen. Nach dem Prinzip der sozialen Ausgeglichenheit und Gerechtigkeit sollen diejenigen, denen es am besten geht, jenen helfen, denen es am schlechtesten geht. Wer am meisten profitiert, soll auch die größte Hilfe den Schwächsten zukommen lassen. Das wäre Solidarität unter den Menschen und daran soll dieser Welttag vor allem diejenigen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ermahnen und zum Handeln aufrufen. Der Welttag der menschlichen Solidarität nimmt jedes Jahr an Bedeutung zu. Beispielsweise verarmten allein im Jahr 2009 durch die internationale Wirtschaftskrise 100 Millionen Menschen zusätzlich. Eine große und direkte Bedrohung stellt der globale Klimawandel für alle Erdbewohner dar. Die absehbare Knappheit von sauberem Trinkwasser, die Versorgung mit Nahrungsmitteln wird durch die immer öfter vorkommenden Naturkatastrophen bedingt und treffen am häufigsten und härtesten diejenigen, die bereits schon Not leiden. Sie sind am wenigsten darauf vorbereitet und können sich auch am wenigsten selbst helfen. Hier ist es an jenen denen besser geht, zu handeln. Große politische Ziele, wie die Verbesserung der Situation der Armen und Ärmsten dieser Welt und eine Eindämmung des Klimawandels sind eben nur gemeinsam zu erreichen. – https://dertagdes.de/jahrestag/Internationaler-Tag-der-menschlichen-Solidaritaet

Freitag, 17.1.20, 19 Uhr – Rubrik: Bürgerratschläge
Hartz IV als Armutsfalle?
Bettina Kenter-Götte, Autorin des Buchs „Hearts fear“, lädt ein zum Gespräch auf Augenhöhe.
Nach dem BGH-Urteil am 5.11. zur Hartz-IV-Sanktionspolitik diskutieren über ihre Erfahrungen mit betroffenen Menschen: Bettina Kenter-Götte, Autorin des Buchs „Heart´s Fear – Geschichten von Armut und Ausgrenzung“, Fredy Engelhardt von der Initiative zur Selbsthilfe für Betroffene mit geringem Einkommen isb und Mike Gallen von der Arbeitslosenseelsorge und dem Improtheater für Erwerbssuchende bei der Erzdiözese München.
Hartz IV ist in Verruf geraten, die zunehmende Altersarmut zu befördern. Die Armut schreitet fort im Land. Auch im Brucker Raum. Die Schere zwischen armen und reichen Familien in Deutschland ist in den vergangenen Jahren weiter auseinander gegangen – und Leidtragende sind vor allem die Kinder. Arme Familien haben inzwischen preisbereinigt noch weniger Geld für ihre Kinder zur Verfügung als vor zehn Jahren, während sich reiche Familien immer mehr für ihren Nachwuchs leisten können. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Paritätische Gesamtverband vorgelegt hat.
1846 verzeichnete der »Brockhaus« erstmals den »neuerfundenen Begriff« des »Pauperismus« als Ausdruck dafür, dass »eine zahlreiche Volksclasse sich durch die angestrengteste Arbeit höchstens das nothdürftigste Auskommen verdienen kann«, bzw. »auch dessen nicht sicher ist«.

————————————————————————————————————–

Alle Sendungen finden sich nach der Live-Übertragung im Archiv auf
www.youtube.com/user/ffbaktivstudio
Infos, Programm und Termine: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel
Kontakt: aktiv((at))ffbaktiv.de