DemokraTisch in Bruck

Gespräche mit Stadt- und Kreisräten, Aktiven, Ehrenamtlichen und jungen Menschen über gemeinwohlorientierte Stadt- und Landpolitik, Fragen demokratischer Bürgerbeteiligung, Frieden und Menschenwürde. Unsere Begegnungen finden ohne Publikumsverkehr statt, aber mit Livestreamübertragung und Videodokumentation.


Eine wiederkehrende Sendereihe ist in diesem Rahmen „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert“ und „FFB im Wandel“, in der es in Gesprächsrunden um aktuelle Fragen der demokratischen Bürgerbeteiligung, des sozialökologisches Lebens und gemeinwohlorientiertes Handelns geht.

Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion? Was wollen wir und wie wollen wir es?
Vor der Corona-Pandemie kannten wir u.a. die Klimakrise, die Energiekrise, die Flüchtlingskrise und die Finanzkrise. Jetzt kommen noch die Gesundheitskrise und massive soziale Krisen hinzu. Nicht erst durch die Corona-Krise wird deutlich, dass die Gesellschaften ökologisch, ökonomisch, sozial, ethisch und politisch an einem Wendepunkt angekommen sind. Das heutige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem System, aufgebaut auf Konkurrenz, Profitgier und Rücksichtlosigkeit, zeigt sich anhand der vielen Krisen: ist als weder gegenwartstauglich noch zukunftsfähig. Die Freiheit ist gefährdet, die Politik beliebig, die Demokratie wird ausgehöhlt, es droht der ökologische Kollaps. Obwohl wir in einer Welt des Überflusses leben, werden in unfassbarem Ausmaß Talente, Güter und Ressourcen verschwendet, werden viele Mitmenschen gezwungen, am unteren Rand der Gesellschaft zu leben. Nun stehen wir vor einer Entscheidung, was für eine menschengerechte Gesellschaft gut ist und was nicht. Soll unser Planet auch morgen noch lebenswert bleiben, gilt es heute demokratisch zu entscheiden, was für ein „gutes Leben“ tatsächlich benötigt wird. Die Qualitätsmerkmale einer zukünftigen Neuordnung heißen Demokratie und Mitentscheidung, Solidarität und Gerechtigkeit, Inklusion, Nachhaltigkeit, Friedfertigkeit und eine konsequente Gemeinwohlorientierung. Eine Umgestaltung der Gesellschaftsstrukturen beginnt bei uns selbst, in unseren Nachbarschaften, Kommunen, Bezirken und Ländern. Nur eine demokratisch organisierte gemeinwohlorientierte Wirtschaft erlaubt uns ein menschengerechtes Leben. Jeder Einzelne ist deshalb gefordert, Verantwortung zu übernehmen, um diese Entwicklungen nicht nur zu stoppen, sondern neue Wege zu beschreiten. Wir brauchen ein anderes Modell, das aus der zivilisatorischen Sackgasse führt.

“Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn etwas anders wird; aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.” – Georg Christoph Lichtenberg